Wendelsteinhöhle - Erlebnisreise in die Dunkelheit
Hätten Sie geahnt, dass sich im Gipfelmassiv des Wendelsteins Deutschlands höchste Schauhöhle verbirgt? Im Jahr 1864 wurde sie von einem Bürger aus Bayrischzell entdeckt; die fachmännische Erforschung begann 1882.
Die Wendelsteinhöhle liegt auf 1.711 m und gehört zu einem ganzen Höhlensystem, mit dem das markante Wendelstein-Massiv durchzogen ist. Unter Späleologen gilt die Wendelsteinhöhle als geologische Sensation. Besonders bemerkenswert ist ihr große Höhenlage weit über dem heutigen Flussniveau, was auf ein sehr hohes Alter (Entstehung noch vor Auffaltung der Alpen) schliessen lässt. Erscheinungen der Höhlenbildung kann hier auch ein Laie gut nachvollziehen.
Der Besucher-Eingang in die selbständig begehbare Wendelsteinhöhle liegt genau hinter dem Bergbahnhof der Zahnradbahn (ab Bergstation beschildert). Der Weg führt zunächst über 82 Stufen in die Tiefe. Im Zickzack gelangt man durch die Gesteinskluft etwa 200 m weit zum so genannten Dom und in der anderen Richtung - etwa 30 m weit - zum natürlichen Höhlen-Eingang. Hier, am tiefsten Punkt der Kalkstein-Höhle, sammelt sich die gesamte kalte Luft. Dieser Bereich wird auch als "Kältefalle" bezeichnet und sogar im Hochsommer liegt hier noch Schnee. Ein imposantes Erlebnis, das man vom Wendelstein für nur 2 € Eintritt auf jeden Fall mitnehmen sollte!
NEU: Ab Juli 2010 begleiten den Besucher vier interaktive Erlebnis-Stationen durch die neu inszenierte Wendelsteinhöhle und vermitteln Wissenswertes und Nachdenkliches rund um das Thema "Höhle".
Sehen Sie hier eine Rundumblick-Aufnahme aus dem sog. Höhlendom