Universitäts-Sternwarte Wendelstein
Ursprünglich aus militärischen Überlegungen heraus nahm 1941 ein Sonnenobservatorium seine Arbeit auf dem Wendelstein auf. Vor Beginn des 2. Weltkrieges hatte man nämlich den Einfluss der Sonnenaktivität auf den Funkverkehr erkannt, die es auch auf dem exponierten Wendelsteingipfel mittels Überwachungsstationen zu erforschen galt. Zugunsten der grundsätzlichen Forschung rückte der militärische Aspekt aber schon bald in den Hintergund.
Eine vollkommene wissenschaftliche Neuorientierung fand Ende der 1980er Jahre statt, als aufgrund zunehmender Verschmutzung der Erdatmosphäre die Sonnenbeobachtung eingestellt werden musste. Seither wölbt sich am Gipfel die moderne Kuppel der Universitäts-Sternwarte, durch deren Spiegelteleskop nächtliche Himmelsobjekte beobachtet werden. In internationaler Zusammenarbeit mit anderen Observatorien wird zum Beispiel nach extrasolaren Planeten und dunkler Materie gesucht.
NEU ab 2012: Besichtigungsmöglichkeit für Gruppen jeden Freitag von 1. Juni bis 30. September, jeweils um 14:00 und 15:00 Uhr. Eine Voranmeldung unter Tel. 089-2180 5973 (AB, Dr. Arno Riffeser) bzw. arri@usm.lmu.de, spätestens zwei Wochen vor dem gewünschten Termin, ist zwingend erforderlich! Die Führungen finden nur bei entsprechender Witterung statt, wenn der Gipfelweg begehbar ist.
Am Gipfel befindet sich außerdem ein Infoschaukasten, der Auskunft gibt über die Arbeit der Astronomen auf dem Wendelsteingipfel. Zugänglich ist die Sternwarte über den Gipfelweg.
Fotostrecke mit Impressionen von den Umbaumaßnahmen am Observatorium mit Installation des neuen vollautomatischen Hochtechnologieteleskops und Schaffung eines Besucherbereichs.