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Deponiegasanlage Flintsbach

Deponieanlage Flintsbach

Schematische Darstellung der Gasdeponieanlage Flintsbach

 

Bis 1989 wurde die Mülldeponie in Flintsbach vom Landkreis Rosenheim genutzt, um dort Hausmüll und sonstige Abfälle abzulagern. 1990 wurde die Deponie geschlossen.

Gas aus Müll
In Mülldeponien entsteht durch Mikroben, die unter Luftabschluß existieren können, ein Zersetzungsgas aus den organischen Bestandteilen des Mülls. Der Methangehalt beträgt 40 - 70%. Der Rest ist Kohlendioxyd. Aus einer Tonne Müll entstehen im Laufe von 20 Jahren etwa 180 Kubikmeter Deponiegas.

Umweltschutz durch Deponiegasabsaugung
Überließe man die Deponie sich selbst, würde das Deponiegas durch den Überdruck in die Atmosphäre und das umliegende Erdreich entweichen. Vegetationsschäden und Geruchsbelästigungen wären die Folge - außerdem kann je nach Mischungsverhältnis sogar ein "explosives" Gas entstehen.

Gasnutzung
Das Gas wird in Hohlkörpern (Gasbrunnen) im Müllberg gesammelt und über ein Rohrleitungssystem von einem Fördergebläse abgesaugt. Das abgesaugte Deponiegas wird in einem Gasmotor, der einen Generator antreibt, in elektrische Energie umgewandelt. Überschüssiges Gas wird in einer Fackel verbrannt.

Technische Daten:

  • Gesamte Müllmenge: 1.500.000 t
  • Aktive Müllmenge: 870.000 t
  • Gaserfassungsbrunnen: 22 Stück
  • Motor: 6-Zylinder, 4-Takt 
  • Generatoren: 2 x 65 kVA (bis 1998 405 kVA)

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