Die Wendelstein-Seilbahn, © Claudia Hinz
Bergstation der Wendelstein-Seilbahn, © Peter Hofmann

Die Wendelstein-Seilbahn

In den späten 60er Jahren hatte der Tourismus in der Wendelsteinregion eine regelrechte Blütezeit. Die gute alte Zahnradbahn von Brannenburg konnte den Ansturm auf den Wendelstein alleine nicht mehr bewältigen. Besonders die zunehmende Gästezahl im Leitzachtal und in Bayrischzell selbst machte damals den Bau einer zweiten Bergbahn notwendig.

So wurde als Gegenstück zur geschichtsträchtigen Zahnradbahn eine moderne Großkabinen-Pendelbahn geplant, die den Wendelstein mit dem Leitzachtal verbinden sollte.

Nachdem eine Trassenführung direkt von Bayrischzell aus Gründen des Landschaftsschutzes abgelehnt worden war, fand man schließlich eine günstige Lösung mit einer Talstation im Bayrischzeller Ortsteil Osterhofen. Die Erschließung von Osterhofen aus erforderte nur eine einzige 75 Meter hohe Stütze. Baubeginn am 12.9.1968. Mit der Konstruktion der Bahn wurde die Firma Pohlig-Heckel-Bleichert beauftragt. Nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde die Wendelstein-Seilbahn am 20. Februar 1970 offiziell dem Verkehr übergeben.

Technische Daten:

Höhe Bahnsteig Talstation 792 m
Höhe Bahnsteig Bergstation 1.724 m
Höhenunterschied 931,5 m
Größte Neigung 30°  = 58 %
Anzahl der Stützen 1
Höhe der Stütze 75 m
Anzahl Kabinen 2
max. Geschwindigkeit 10 m/s
Fassungsvermögen pro Kabine 50 Pers.
Dauer eines Fahrtspieles 6,5 min.
Förderleistung pro Stunde 450 Pers.
Durchmesser Tragseil 50 mm
Tragseilspanngewicht 66 t
Max. Bodenabstand 170 m